Inventurdifferenzen
Die aktuellen Daten des EHI für 2009 besagen: Der deutsche Einzelhandel hat Inventurdifferenzen von 1 % des Gesamtumsatzes hinnehmen müssen - das entspricht 3,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig lag die Umsatzrendite auf einem ähnlichen Niveau. Inventurdifferenzen sind also ein Phänomen, das eine ähnliche Aufmerksamkeit verdient hat wie die Steigerung von Umsatz und Gewinn. Trotzdem sind viele zentrale Sachverhalte nicht ausreichend untersucht und relevante Zusammenhänge bleiben im Dunkeln. Inventurdifferenzen entstehen entlang der Supply Chain und auf der Verkaufsfläche. Die auftretenden Symptome sind substantiell verschieden und die notwendigen Maßnahmen müssen jeweils eigenständig entwickelt werden. Beispielsweise ergibt sich im Endkundenkontakt aus Aspekten wie Kundenzufriedenheit, Mitarbeitersicherheit, Datenschutz und Kosten ein komplexes Geflecht ineinander greifender Gesichtspunkte, die nicht unabhängig voneinander betrachtet und bearbeitet werden sollten. Die jährlichen Ausgaben zur Prävention von Inventurdifferenzen lagen in den letzten Jahren laut EHI bei 0,3 % des Umsatzes oder 1,1Mrd Euro, obwohl kaum bekannt ist, welche Wirkungen durch welche Maßnahmen erzielt werden.
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Ein BeispielBeim Thema Ladendiebstahl stellt sich nicht nur die Frage, wie der Dieb zu überführen ist - es gilt vielfältig zu analysieren:
Unterdessen darf der Kunde und das präsentierte Produkt nicht aus den Augen verloren werden. Schließlich kann man durch rein defensive Maßnahmen (wie z.B. Wegschließen der Ware) nahezu alle Verluste verhindern - aber beeinträchtigt so auch die Umsätze. |

